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Die Frage nach der Gefährlichkeit der Fremdarten kann man nicht pauschal beantworten, oft hängt die Einstufung auch von den Interessen des Beurteilenden ab. Aus Sicht der Fischerei war die indirekte Einführung des Zanders bestimmt von Nutzen und aus der Sicht des Naturschutzes ohne Schaden, wogegen die ebenfalls indirekte ungewollte Einführung der Wollhandkrabbe weitestgehend als nachteilig beurteilt wird. Die in der ehemaligen DDR weitverbreitete Kultivierung der asiatischen Grasfische brachte viele Nachteile mit sich und die erhoffte wirtschaftliche Produktion wurde nicht erreicht.

Auch wenn eine Fremdart keinen Schaden an der Umwelt oder anderen Fischarten anrichtet, kann ihre unnatürliche Verbreitung aus der Sicht des Natur- und Artenschutzes eine Gefahr darstellen. Man spricht allgemein von einer Faunenverfälschung, wenn Fremdarten in den heimischen Fischbestand eingeführt werden, unabhängig davon ob andere Arten dadurch gefährdet werden. Allein dass der Fischbestand nicht mehr als rein heimisch einzustufen ist, gilt dann als unerwünscht. Deshalb wird durch das Bundesnaturschutzgesetz auch der Besatz von Fremdarten in natürliche Gewässer verboten, durch die meisten Landesfischereigesetze übrigens auch.

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