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Handlungsempfehlung zum Umgang mit Neobioten dargestellt am Beispiel der Wollhandkrabbe

Eine Facharbeit von Lisa Bendfeldt, staatlich geprüfte Umweltschutztechnikerin

Problemstellung

Invasive Arten verursachen bereits seit langem und in vielen Bereichen Probleme. Diese neuen hier nicht heimischen Arten, so genannte Neobioten oder auch „alien species“, können als invasive Spezies ganze Ökosysteme bedrohen und verursachen ökologische und ökonomische Schäden in Milliardenhöhe. Oft haben die Neobioten in ihrer neuen Umgebung keine natürlichen Feinde oder Konkurrenten und können sich deshalb besonders gut ansiedeln und etablieren. Dadurch werden heimische Arten verdrängt und die biologische Artenvielfalt bedroht. Was unternommen wurde und wie mit diesen Neobioten umgegangen werden kann, wenn diese sich erst einmal etabliert und ausgebreitet haben, werde ich in dieser Ausarbeitung exemplarisch am Beispiel der chinesischen Wollhandkrabbe untersuchen. Dabei betrachte ich die Auswirkungen, die durch die Ansiedlung der Wollhandkrabbe entstanden sind, sowie die bereits unternommenen Maßnahmen. Abschließend schlage ich Maßnahmen für ein spezifisches Gewässer in Hamburg vor.

Invasive Arten

Invasive Arten können sich erfolgreich ansiedeln, wenn geeignete Bedingungen bei abiotischen Parametern wie bspw. Temperatur und Salzgehalt, vorherrschen. Eine Konkurrenzfähigkeit gegenüber heimischen Arten, das Fehlen einer direkten Konkurrenz, sowie ein ausreichendes Nahrungsangebot erleichtern die Ansiedlung zusätzlich.

Ökologische und ökonomische Aspekte
Invasive Arten, die heimische Arten in Bezug auf Nahrung und Lebensraum beeinträchtigen, sind ein möglicher Grund für den Rückgang der Biodiversität. Außerdem können invasive Arten als Parasiten die heimischen Arten schädigen, zu Genvermischungen und Krankheiten führen oder Massenentwicklungen durchlaufen.[3] Wie bereits beschrieben, verursachen eingeschleppte gebietsfremde Arten oft Schäden in Milliardenhöhe. Nach einem Artikel über biologische Invasionen in Europa aus der letzten „Science" Ausgabe (April 2009) kommen selbst grobe Schätzungen auf einen Schaden von über 10 Milliarden Euro jährlich allein in Europa. Dieser Betrag ist laut oben erwähntem Artikel jedoch eine Unterschätzung, da von fast 90% der „alien species" die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen in Europa noch unbekannt sind.[14] Einige der ökonomischen Folgen sind beispielsweise verringerte Einnahmen durch Krankheitserreger, Parasiten und toxische Algen in der Aquakultur, Sportfischerei und Tourismusbranche.

Einschleppungswege
Die Einschleppung gebietsfremder Arten kann über verschiedene Wege erfolgen. Neben der Verbreitung auf natürliche Weise wird eine Einschleppung oft auf massive Weise durch den Menschen verursacht. Dies kann absichtlich, z.B. als Artimport für Aquakulturen und Aquarienhandel, sowie zu Forschungszwecken erfolgen, oder unabsichtlich über den Seeweg durch den Schiffsverkehr.[21] Durch den zunehmenden Schiffsverkehr und durch immer schnellere und größere Schiffe können Mikroorganismen und Kleinstlebewesen durch das Ballastwasser, in Sedimenten von Ballasttanks und an der Schiffsaußenhaut verschleppt werden. Laut Hochrechnungen werden jährlich etwa 12 Milliarden Tonnen Ballastwasser transportiert. Auf diese Weise können jederzeit tausende neuer Arten verschleppt werden. Studien haben gezeigt, dass potenziell jedes der momentan ca. 40.000 hochseetüchtigen Schiffe in der Lage ist, eine ausreichende Menge nichtheimischer Spezies für eine erfolgreiche Ansiedlung in fremde Gewässer zu transportieren. Durch die globale Erwärmung finden diese eingeschleppten Arten oftmals ideale Bedingungen und können sich leicht ansiedeln. So wurde z.B. der Cholera-Erreger Vibrio cholerae im Ballastwasser von Südamerika nach Nordamerika verschleppt.[
17]

Aktuelle Präventionsmaßnahmen
Das Problem der invasiven Arten ist nicht neu und wird von staatlicher Seite sehr ernst genommen, da heimische Pflanzen und Tiere ernsthaft bedroht werden können. Invasive Arten machen nicht vor Landesgrenzen halt. Daher sind länderübergreifende Maßnahmen notwendig, die zusätzlich zu bestehenden nationalen Rechtsvorschriften, wie beispielweise wasserrechtliche Bestimmungen oder Natur- und Tierschutzbestimmungen, unternommen werden müssen. So hat die Europäische Kommission Anfang des Jahres eine Stellungnahme mit möglichen gesetzlichen Maßnahmen veröffentlicht. Des Weiteren wurden mehrere Arbeitsgruppen gebildet, um die Ausbreitung von eingeschleppten Arten zu dokumentieren. Eine Maßnahme bestand in der Förderung des DAISIE- Projektes (Delivering Alien Invasive Species Inventories for Europe), bei der eine europäische Datenbank für gebietsfremde Arten erstellt wurde.[15] Um zu verhindern, dass weiterhin Meeresorganismen durch das Ballastwasser verschleppt werden, wurde während einer Konferenz der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO im Februar 2004 ein Ballastwasserübereinkommen verabschiedet. Diese Konvention fordert, dass ab 2009, spätestens jedoch ab 2016, Schiffe entsprechend zertifizierte Ballastwasserbehandlungsanlagen an Bord haben müssen.

Die Chinesische Wollhandkrabbe

Die chinesische Wollhandkrabbe Eriocheir sinensis ist eine katadrome Krabbenart, d.h. sie wechselt zur Fortpflanzung mit der Strömungsrichtung zwischen Süß- und Salzwasser. Obwohl die Krabbe im Meer ihren Ursprung hat, hält sie sich fast ihr gesamtes Leben im Süß- und Brackwasser auf. Sie kommt nur zur Eiablage am Ende ihres Lebens nach ca. 5 bis 6 Jahren ins Meer zurück und verendet dort auch. Ursprünglich ist die Wollhandkrabbe, die zur Art der Grapsidae gehört, in China und dem nördlichen Korea beheimatet. Auch dort hält sie sich nicht nur in Küstennähe auf, sondern wandert die Flüsse aufwärts ins Landesinnere.[1] Die Wollhandkrabbe kann sich durch ihre scharfen spitzen Beine besonders gut eingraben und sucht sich ihre Nahrung vorwiegend auf dem Boden. Sie ist ein Allesfresser, ernährt sich aber hauptsächlich von Pflanzen, Detritus, Schnecken und Muscheln.[11] Die Breite ihres Rückenpanzers (Carapax) liegt zwischen 5-7 cm, kann aber bis zu einer Breite von 10 cm variieren. Auffällig an der Wollhandkrabbe sind, wie der Name bereits andeutet, die behaarten Scheren, die vor allem bei den Männchen sehr ausgeprägt sind.[20] Mitsamt der langen Beine erreicht die Wollhandkrabbe eine Größe von bis zu 30cm. Während ihrer Entwicklung zum adulten Tier muss sie sich mehrmals häuten. Da diese Häutungen zumeist gleichzeitig und schlagartig bei jedem Jahrgang erfolgen, kam früher hin und wieder der Irrtum eines Massensterbens auf, da der abgeworfene Panzer der Wollhandkrabben einem toten Tier täuschend ähnlich sieht. Während ihrer Häutung zieht die Wollhandkrabbe sich in Verstecke zurück, da sie in dieser Phase den Feinden schutzlos ausgeliefert ist. So machen sich Barsche und Aale zumeist diese Phase zu Nutzen und fressen die Wollhandkrabben dann mit Vorliebe.[8]

Verbreitung
Der erste dokumentierte Fund einer Wollhandkrabbe in Europa erfolgte 1912 in der Aller. Es wird davon ausgegangen, dass die Krabben durch das Ballastwasser großer Schiffe von China nach Europa eingeschleppt wurden. Die Wollhandkrabbe hat sich innerhalb kurzer Zeit nach ihrem ersten Fund in ganz Norddeutschland ausgebreitet und sich zu einer regelrechten Plage entwickelt. Seit sie vor knapp 100 Jahren in unsere Gewässer kam, wurde sie intensiv beobachtet und untersucht. Dadurch wurde diese Spezies zu einer der am besten dokumentierten Neozoen. Des Weiteren gehört die Chinesische Wollhandkrabbe Eriocheir sinensis neben dem Schiffbohrwurm Teredo navalis und der Zebramuschel Dreissena polymorpha zu den drei Arten mit den größten Aus- und Einwirkungen und ist in der Liste der „100 worst´s invasive alien species" enthalten.[18]

Verbreitung der Wollhandkrabbe in EuropaIn Europa existiert keine heimische Krabbe mit einer vergleichbaren Lebensweise.[10] Die Wollhandkrabbe hat in Europa eine Nische gefunden. Somit gefährdet sie nicht direkt eine vergleichbare Art, kann sich aber durch fehlende direkte Konkurrenz besonders gut ausbreiten. Die adulten Tiere können am Tag eine Wegstrecke von 8 bis 12 km zurücklegen. Anhand der Grafik ist das Ausmaß zu erkennen, das die Wollhandkrabbe in Europa angenommen hat. Sie hat sich von der Nordseeküste bis nach Tschechien, entlang der Küsten Finnlands, Norwegens, Großbritanniens und Irlands, sowie in Portugal ausgebreitet. Gerade in Deutschland reicht ihre Ausbreitung tief ins Binnenland hinein.

Abbildung 1: Ausbreitungsgebiet der Wollhandkrabbe in Europa[25]

1936 erreichten die Wollhandkrabbenpopulationen das Ausmaß einer Plage. Es wurden mehr als 21 Millionen juvenile Krabben (ca. 240 Tonnen) während ihrer Massenwanderung in der Elbe, Ems, Havel, Saale und Weser gefangen. Nach dieser Plage Mitte der 1930er Jahre gab es weitere Massenvorkommen in den Jahren 1940, 1950, 1980 und erst wieder in den 1990er Jahren wurden annähernd vergleichbare Massenpopulationen wie 1930 erreicht. Im Mai 1998 wurden extrem hohe Bestandsdichten z.B. an der Staustufe in Geesthacht beobachtet, wo auch das folgende Foto aufgenommen wurde. Es wurden 75.000 Krabben per Hand in nur zwei Stunden in der Elbe gefangen.[16]

Massenwanderung juveniler Krabben

Abbildung 2: Massenwanderung juveniler Krabben im Mai 1998 in Geesthacht[20]

Die zunehmende Gewässerverschmutzung in der Elbe in den 1950er Jahren hatte zu einem Rückgang der Nahrungsgrundlage der Wollhandkrabbe geführt und dadurch zu einer Verminderung der Wollhandkrabbenpopulation.

Im Jahr 2000 initiierte Erik Fladung vom Das Institut für Binnenfischerei e.V. Potsdam-Sacrow eine Studie über die durch die Wollhandkrabben entstandenen Schäden in der Berufs- und Freizeitfischerei, sowie über die Möglichkeiten zur Bestandsdezimierung und Verwertung der Wollhandkrabben. Die explosionsartig angestiegenen Wollhandkrabbenpopulationen in der Elbe und Havel Ende der 1990er Jahre veranlasste Fladung zu seiner Forschungstätigkeit. In dieser Studie spricht Fladung unter anderem von einer zyklisch alle 12 Jahre wiederkehrenden Bestandszunahme der Wollhandkrabbenpopulation.[2] Wenn man nun von einem Peak der Population Ende der 1990er Jahre ausgeht, müsste demnächst ein erneuter Anstieg der Population zu verzeichnen sein. In mehreren Gesprächen stellte sich jedoch heraus, dass die Population in der Elbe in den letzten Jahren eher rückläufig sei. So sprach das Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg, welches für die Fanganlage am Geesthachter Wehr zuständig ist, sogar davon, dass man „sich mit ihr arrangiert habe", sie momentan nicht als Plage empfunden werde und die Fanganlage in Geesthacht eher außer Betrieb sei.[24]

Ökonomische und ökologische Auswirkungen der Ansiedlung
Gollasch[19] hat den Versuch gemacht, die Kosten, die die Wollhandkrabbe seit ihrer ersten Massenentwicklung in Deutschland in den 1930er Jahren bis heute verursacht hat, in einer Tabelle zusammenzufassen. Er berücksichtigt dabei unter anderem die Verluste der Fischerei wie geminderte Erträge und Reparaturkosten, aber auch Kosten für installierte Fangeinrichtungen, sowie Löhne der benötigten Arbeiter und Wartungskosten. Durch diese Berechnungen ergeben sich ca. 80 Millionen Euro Schaden, den die Wollhandkrabbe bisher allein in Deutschland verursacht hat. Schwieriger zu berechnen sind weitere negative Auswirkungen, wie z.B. der Einfluss auf die Biodiversität und die angerichteten Schäden durch unterhöhlte Deiche. Bei der Betrachtung der ökonomischen Aspekte der Vermehrung der Wollhandkrabben sind jedoch auch einige positive Auswirkungen zu nennen. Zwischen 1994 und 2004 wurden Krabben in Höhe von 3 bis 4,5 Millionen Euro verkauft. Hierzulande wird sie von den meisten Europäern verschmäht, in Asien gilt die Wollhandkrabbe als Delikatesse, ist dort sehr teuer und gerade an Feiertagen sehr beliebt. Durch die zunehmende Verschmutzung der Gewässer ist die Wollhandkrabbenpopulation ausgerechnet in China rückläufig, so dass dort bereits in Aquakulturen eine Züchtung der Krabben erfolgt. Während die Krabbe hier in Europa hauptsächlich als lästige Plage empfunden wird, herrscht darüber in China eher Unverständnis.[22] Die Wollhandkrabbe tritt nicht unmittelbar mit heimischen Krabbenarten in Konkurrenz, trotzdem kann sie aber andere heimische Arten schädigen, indem sie ihnen die Nahrungsgrundlage wegfrisst. So tritt sie z.B. in Nahrungskonkurrenz mit Fischen wie Schleie, Plötze und Aal, die sich wie die Wollhandkrabbe von Muscheln und Schnecken ernähren. Gerade durch ihr Massenauftreten hat dieser Aspekt starke Auswirkungen und darf nicht außer Acht gelassen werden. Des Weiteren entsteht ein Schaden dadurch, dass sie Gänge von bis zu einem halben Meter Länge in die Uferpartien der Flüsse graben. Da viele Flüsse in denen Wollhandkrabben leben, dem Einfluß von Gezeiten ausgesetzt sind, besteht eine Gefehr der Auskolkung der Ufer.[6]

Schädigung der Fischerei
Die Wollhandkrabbe schädigt die Fischerei in vielerlei Hinsicht. So dringt sie z.B. bei ihrer stromaufwärts gerichteten Wanderung in Aaltreppen ein, verstopft diese und verhindert damit die Aalwanderung. Den Fischfang schädigt sie, indem sie die Köder von den Legeangeln frisst, wodurch gerade in den 1930er Jahren das Aalangeln, welches einer der Hauptfangerträge war, unmöglich wurde. Bei der Reusenfischerei verursacht die Wollhandkrabbe Probleme, weil sie den Köder aus der Reuse frisst, die Reuse verstopft und damit keine weiteren Fische mehr gefangen werden können. Sehr leicht verfangen sich die Wollhandkrabben auch in Stellnetzen, verwickeln sich in diesen und zerreißen so bei ihren Befreiungsversuchen das feine Netztuch. Hierdurch entsteht für die Fischer Mehrarbeit, da sie die Krabben zeitaufwändig aus dem Netz entwirren und die beschädigten Netze flicken müssen. Außerdem kann es vorkommen, dass die Wollhandkrabben bei ihren Befreiungsversuchen die in den Netzen gefangenen Fische durch ihre harten und dornigen Panzer und Gliedmaßen verletzen.[11] Dadurch verlieren die Fische an Wert und lassen sich nicht mehr gut vermarkten. Zusammenfassend kristallisieren sich als Hauptschäden für die Fischerei Fangeinbußen durch Schädigung der Fischernetze, sowie der Fische im Netz als auch eine Behinderung der Fänge mit Legeangeln heraus. Zum jetzigen Zeitpunkt blieben die meisten Angler noch von Wollhandkrabben verschont, aber im Herbst steigt in Angelgeschäften die Nachfrage nach Ködern, die nicht so leicht von der Wollhandkrabbe abgefressen bzw. abgeknipst werden können. Hierzu werden in Angelläden vermehrt künstliche Angelköder angeboten, die länger Widerstand leisten. Verwendete Teigköder sind zwar schon härter als andere und werden nicht ganz so schnell abgefressen, aber auch diese bleiben nicht von den Krabben verschont. Es werden in Angelläden bereits Netze verkauft, die die Köder vor der Wollhandkrabbe schützen sollen.

Fangmaßnahmen

Wie bereits erwähnt, hat die Wollhandkrabbe die Fischerei so sehr geschädigt, dass gezielte Maßnahmen zum Fang der Krabben unternommen werden mussten. Da keine geeigneten biologischen Bekämpfungsmaßnahmen gefunden wurden, und chemische Bekämpfungsmethoden wegen einer möglichen Gefährdung anderer Pflanzen und Tiere nicht in Frage kam, blieb nur der gezielte Wegfang der stromaufwärts wandernden juvenilen oder der flussabwärts in die Nordsee abwandernden adulten Tiere. Bis in die 1950er Jahre wurden verschiedene Maßnahmen entwickelt. Relativ schnell wurden Methoden gefunden, um die stromaufwärts wandernden Tiere abzufangen, da sich hier besonders Fangeinrichtungen an Wehren anboten. Den Drang der Krabben, immer stromaufwärts zu wandern und Hindernisse im Wasser, wenn nötig auch über Land zu umgehen, kann man sich für einen gezielten Wegfang an Wehren zu Nutze machen. Ein Mittel zur Verhinderung stellen die Wehre selbst dar. Erfahrungsgemäß existiert oberhalb der Wehre ein geringeres Populationsaufkommen als unterhalb. Um die Krabben, die das Wehr an Land überwinden wollen, abzufangen, kann man Fallgruben, -körbe, -kästen und Eimer aufstellen. Wenn man schräge Blechflächen auf ihrem Weg anlegt, rutschen die Krabben an diesen ab, direkt in die aufgestellten Fallgruben. Um die Krabben gezielt in Fallgruben zu leiten, kann man ihnen Wanderwege z.B. in Form von Reisigbündeln anbieten, an denen sie hochklettern können, oder man bedient sich Blechzäunen als „Wegweiser". Vor Wanderhindernissen bieten sich auch angeraute Eimer an, an denen die Krabben empor klettern können und in diese hineinfallen. Die Krabben können nicht schwimmen und sich daher nicht aus den Eimern befreien.[12]

Fallgrube und angeraute Eimer

Abbildung 3: Fallgrube und angeraute Eimer[12]

Schwieriger ist es, die Wollhandkrabben an ihrer Verbreitung zu hindern, wenn keine Wanderhindernisse in Form von Wehren vorhanden sind. Hierzu wurden Versuche gemacht, die Krabben durch spezielle Vorrichtungen in eine bestimmte Richtung zu lenken, um sie dann abfangen zu können. So wurden bereits frühzeitig Versuche unternommen, die Krabben mit Hilfe von elektrischem Strom in Ufernähe zu scheuchen und diese dort in Fangkästen, die im Erdreich eingelassen waren, zu fangen. Die Experimente an solchen „elektrischen Sperrketten" waren folgendermaßen aufgebaut: Die elektrische Spannung wurde soweit erhöht, dass die Krabben bei Einwanderung ins elektrische Feld ihre Extremitäten abwarfen und so am Weiterziehen gehindert oder sofort getötet wurden.[6] Dies ist aus heutiger Sicht jedoch nicht mehr mit den geltenden Tierschutzbestimmungen zu vereinbaren. Die elektrischen Sperrketten wurden relativ erfolgreich getestet, hatten aber den Nachteil einer schnellen Versandung und das Problem der Aufrechterhaltung der Spannung über die gesamte Sperrkette. Die Bedenken, dass die elektrischen Sperrketten auch für Fische ein Wanderhindernis bzw. eine Gefahr darstellen könnten, wurden laut Meyer-Waarden (1954) mit mehreren Versuchen widerlegt.[7] Als erfolgreiche Alternative zu den elektrischen Sperrketten gibt es als mechanische Absperr- und Fangvorrichtungen im freien Gewässer den „Glitschzaun" und den „Fangschlauch". 1938 von Koethke entwickelt, besteht der Fangschlauch aus einem Netzgarnschlauch, der durch Drahtringe gespannt wird und quer zur Wanderrichtung der Krabben auf den Gewässergrund gelegt wird. Durch eine stromab anschließende „Schürze" am Fangschlauch laufen die Krabben in den Fangschlauch hinein und durch diesen in eine anschließende Fangreuse. Die Reuse ragt meist aus dem Wasser heraus, während der Schlauch selbst im Wasser liegt. Besteht das Ziel in einer Sperrwirkung, reicht anstatt des Fangschlauches auch der so genannte „Glitschzaun" nach Schiemenz. Dieser besteht aus einer Eisenkette, an der eine engmaschige Netzbahn angeknüpft ist, an welcher wiederum eine glatte Folie angebracht ist. Beide Fangvorrichtungen eignen sich sehr gut um kleinere Gewässer für Wollhandkrabben abzusperren und sind mit einander kombinierbar.[13]

Glitschzaun und Fangschlauch

Abbildung 4: Glitschzaun und Fangschlauch[13]

Weitere Maßnahmen zur Bestandsregulierung
Einige Fischarten wie Aal und Barsch fressen die Wollhandkrabbe während ihrer Häutungszeit vermehrt. Auch Möwen fressen die Wollhandkrabbe, wobei sie dies hauptsächlich im Wattenmeer tun, da sie im tieferen Brack- und Süßwasser die Wollhandkrabben nur schwer erreichen können. Darüber hinaus hat die Wollhandkrabbe in Europa kaum wirksame natürliche Feinde. In kleineren Gewässern kann über Maßnahmen wie eine Erhöhung des Besatzes an Aal oder Barsch nachgedacht werden, um die Wollhandkrabbenpopulation zu schwächen. Mögliche Konsequenzen, die ein erhöhter Besatz bestimmter Arten zur Folge hat, müssen aber berücksichtigt werden. In großem Maßstab ist davon abzusehen, einen natürlichen Feind einzugliedern oder den Bestand einiger Arten zu stärken, da die Folgen solcher Manipulationen nur sehr schwer abzusehen sind. Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, umfangreiche Kenntnisse über die Lebensweise von problematischen Arten zu haben, damit man diese bei der Bekämpfung berücksichtigen kann. So kann man sich bei der Wollhandkrabbe ihre ausgedehnten Wanderzüge gut zu Nutze machen, um sie an bestimmten Stellen wie Stauwehren abzufangen. Wenn die juvenilen Krabben im Frühjahr in Massen stromaufwärts ziehen, klettern sie bei im Wasser befindlichen Hindernissen aus dem Wasser heraus und versuchen das Hindernis über Land zu umgehen. Insbesondere bei solchen Gelegenheiten kann man die Krabben besonders gut absammeln bzw. sie in geeignete Fanggeräte laufen lassen. An Stauwehren, wie an dem in Geesthacht, eignen sich solche Maßnahmen besonders gut und sind wichtig, um eine weitere Ausbreitung stromaufwärts zu verhindern. Wenn die adulten Wollhandkrabben im Herbst stromabwärts zur Fortpflanzung zurück in die Nordsee wandern, könnte die Fischerei gezielt Fang auf diese Krabben machen. Das hätte einen Vorteil für die Fischerei, da diese adulten Tiere essbar und daher vermarktungsfähig sind, zusätzlich würden diese Tiere an der Fortpflanzung gehindert. Die Weibchen haben bis zu einer Million Eier, die man so gleich mit vernichten würde.[12]

Möglichkeiten der Verwertung und Vermarktung
Bereits vor dem zweiten Weltkrieg, als die Massenvorkommen der Wollhandkrabben sehr hoch waren, musste man sich zwangsläufig Gedanken über die Verwertung der Wollhandkrabben machen.Es wurden Versuche durchgeführt, Wollhandkrabbenschrot als Beifutter bei der Forellenmast und Wollhandkrabbenmehl in der Schweinemast zu verwenden. Diese Versuche fielen ungünstig aus. Von weiteren Versuchen als Beifutter wurde abgesehen.[9] Günstiger verliefen die Ergebnisse bei Fütterungsversuchen in Geflügelfarmen und in der Pelztierzucht, wo sie mit großem Nutzen verfüttert werden konnten.[4] Eine bessere Möglichkeit für die Fischer wäre jedoch eine Vermarktung der Wollhandkrabben zum menschlichen Verzehr. So wurden einige Versuche unternommen, die Krabben der Bevölkerung anzupreisen. Die einerseits unsicheren Bestandsprognosen machten groß angelegte Werbekampagnen jedoch unmöglich und andererseits musste z.B. die Suppe aus Wollhandkrabben aus behördlicher Sicht den Zusatz „Ersatzkrebssuppe" tragen, wodurch eine Vermarktung erschwert wurde.[4]Kleiner angelegte Werbemaßnahmen, in denen Tipps zum Verzehr und Berichte über den Wohlgeschmack der Krabben gegeben wurden,[5] scheiterten wahrscheinlich an dem etwas unappetitlichen spinnenähnlichen Aussehen und der schwierigen Verteilung der essbaren Teile des Körpers der Wollhandkrabben. Mittlerweile hat sich ein Absatzmarkt unter der chinesischen Bevölkerung in Deutschland entwickelt, adulte Krabben können an Chinarestaurants verkauft werden. Des Weiteren wird darüber nachgedacht, juvenile Krabben, die besser als adulte Tiere für den Transport geeignet sind, nach China zu exportieren. Im Rahmen der oben erwähnten Studie zur Wollhandkrabbe von Erik Fladung wurden stichprobenartige Untersuchungen an den verzehrfähigen Bestandteilen der Krabben durchgeführt. Die Proben wurden auf mögliche Belastungen durch Schwermetalle und Organochlorverbindungen wie DDT untersucht. Diese Daten deuteten regional sehr unterschiedliche Belastungssituationen der Wollhandkrabben in der Elbe an. Einige Grenzwerte wurden deutlich überschritten,[2] weshalb weitere Untersuchungen angeregt und in bestimmten Regionen von einem Verzehr abgesehen werden sollte.

Gewässer in Hamburg

Die Wollhandkrabbe hat sich in den letzten Jahren immer weiter ausgebreitet und ist auchin das Entwässerungssystem der Vier- und Marschlande vorgedrungen.


Beschreibung Brack Fünfhausen
Das Brack Fünfhausen (auch Katzenkuhle und Blaukuhle genannt) ist ca. 1,7 ha groß und liegt in den Vier- und Marschlanden. Das Brack ist durch ein altes Pumpwerk begrenzt (vgl. Abb. 6, Anhang S. II). Sehr zum Leidwesen der Angler haben sich die Wollhandkrabben in den letzten Jahren massiv im Brack Fünfhausen ausgebreitet. Die Wollhandkrabbe schnappt den Anglern die Köder weg, sehr oft unbemerkt, oder knipst ihnen sogar die Angelschnur durch. Ein Angeln auf Grund ist daher oftmals nicht mehr möglich. Für den Angelverein, der das Brack Fünfhausen gepachtet hat, ist dies ein schwerwiegendes Problem. Die Wollhandkrabben gelangen in das Brack nördlich durch ein 50 m langes Rohr mit einem 300 mm Durchmesser, an dessen Ende zwar ein Netz mit einer 100er Maschenweite angebracht ist, welches die Wollhandkrabben jedoch nicht von der Wanderung abhalten kann. Außerdem gelangen sie über den südlichen Zulauf am Pumpwerk in das Brack. Hier verlassen die Wollhandkrabben das Wasser, um das Pumpwerk, das als Hindernis für die Wollhandkrabben fungiert, zu umgehen. Hierbei konnten sie bereits mehrfach beobachtet werden.[23]


Maßnahmen für das Brack Fünfhausen
Von der Annahme ausgehend, dass diese beiden Zuflüsse die Zugangswege der Wollhandkrabbe sind, lässt sich ein Handlungsbedarf ableiten, der verhindern soll, dass weitere Wollhandkrabben in das Brack Fünfhausen gelangen. Daher empfehle ich eine Maßnahme vor dem Pumpwerk an der Brücke. Hier scheint die geeignete Stelle direkt hinter der Brücke zu sein (vgl. Abb. 8, Anhang S. II), da es dort für die Wollhandkrabben am leichtesten ist, das Wasser zu verlassen, um ein Hindernis zu umgehen. Vor der Brücke ist der Abhang zu steil, als dass die Wollhandkrabben diesen Weg freiwillig wählen würden. Daher empfehle ich eine Sperre - eventuell in Form eines Glitschzaunes - direkt hinter der Brücke anzubringen, so dass die Wollhandkrabben rechts und links das Wasser verlassen, um an Land weiter zu kommen. Es bietet sich an, die Sperre quer durchs Wasser und weiter hoch an Land zu ziehen, etwas oberhalb am Hang dann rechts und links ein Loch zu graben. Darin sollte ein Behälter stehen, der oberhalb mit einem nach innen gebogenen Abweiserblech abgeschlossen ist, damit die Wollhandkrabben nicht aus diesen Eimern herausklettern können. Wenn die Wollhandkrabben auf dem für sie einfachsten Weg das Wasser verlassen, der vorher so präpariert wurde, dass er für die Wollhandkrabben in dem Loch mit dem Eimer endet, fallen die Wollhandkrabben dort hinein und können nicht mehr heraus. Diese Eimer müssen regelmäßig, in Zeiten der Massenwanderungen eventuell sogar stündlich kontrolliert und die Wollhandkrabben entnommen werden. Sonst hätten sie eine Fluchtmöglichkeit, in dem sie über ihre Artgenossen steigen, so die Grube verlassen können und die Maßnahme damit wirkungslos werden würde. Des Weiteren empfehle ich ein stärkeres und feinmaschigeres Netz am nördlichen Zufluss und eine Dauerfangeinrichtung in Form einer Reuse, um die Population, die sich bereits im Brack angesiedelt hat, zu entfernen. Diese Reusen müssen regelmäßig, alle 24 Stunden entleert werden. Eventuell mitgefangene Fische müssen vorsichtig zurückgesetzt werden. So sehr die Wollhandkrabbe ein Ärgernis für die Angler ist, so eignet sie sich gleichzeitig doch gut als Köder. Gerade in der Häutungszeit sind die Wollhandkrabben ein sehr guter Köder um auf Aal zu angeln. In einigen Angelläden gibt es Wollhandkrabbenköder zu kaufen, die meisten Angler fangen sich die Wollhandkrabben, die ja oft in Massen auftreten, selbst und verwenden diese als Köder.

 

Fazit

Haben sich invasive Arten erst einmal in heimischen Gewässern ausgebreitet, ist es sehr schwierig ihre Population wieder einzudämmen, geschweige denn sie wieder zu verdrängen. Am konkreten Beispiel der Wollhandkrabbe bestehen die gravierendsten Auswirkungen der Ansiedlung in Europa in der Schädigung der Fischerei und in der Nahrungskonkurrenz zu heimischen Arten. Maßnahmen zur Bestandsregulierung können eventuell nur in kleinen Gebieten sinnvoll umgesetzt werden und dies auch nur mit viel Geduld und ehrenamtlicher Arbeit. Für das Hamburger Brack Fünfhausen empfehle ich mechanische Fangvorrichtungen, um die bestehende Population dort einzudämmen.Die sinnvollste Maßnahme scheint darin zu bestehen, bereits die Einführung von invasiven gebietsfremden Arten zu vermeiden. Internationale Zusammenarbeit ist nötig, um umfassende Kenntnisse der Arten und ihrer Einschleppungswege zu erhalten, und dementsprechend angemessen reagieren zu können. Ein wichtiger Schritt besteht in der Einführung und schnellen Umsetzung des internationalen Ballastwasserübereinkommens. Eine weitere Maßnahme muss auch in der Öffentlichkeitsarbeit liegen. Erst wenn die weitreichenden ökologischen und ökonomischen Folgen von eingeschleppten Arten bekannt sind, werden die Menschen mithelfen können, diese zu bekämpfen und zu verhindern, dass neue Arten eingeschleppt werden.

Quellenangaben

[1] Anger, K.: Der Lebenszyklus der chinesischen Wollhandkrabbe (Eriocheir sinensis) in
Norddeutschland: Gegenwärtiger Stand des Wissens und neue Untersuchungen, in: Seevögel,
Hamburg 1990, 11 (2), S. 32-36
[2] Fladung, Erik: Untersuchungen zur Bestandsregulierung und Verwertung der chinesischen
Wollhandkrabbe (Eriocheir sinensis) unter besonderer Berücksichtigung der Fischerverhältnisse
im Elbe/Havel-Gebiet, Schriften des Instituts für Binnenfischerei e.V. Bd
5, Potsdam-Sacrow 2000
[3] Gollasch, Stephan: Untersuchungen des Arteintrages durch den internationalen
Schiffsverkehr unter besonderer Berücksichtigung nichtheimischer Arten, Hamburg 1996
[4] Graäfe, J.: Die Wollhandkrabbe in der Elbmündung - Vernichtung und Verwertung, in:
Dt. Fischwirtschaft, 1934, 1 (2), S. 30-31
[5] Kisker, F.: Eßt Wollhandkrabben, in: Fisch.-Ztg., 1931, 34 (35), S. 443
[6] Meyer-Waarden, E.F.: Elektrische Wollhandkrabbensperren, in: Anz. f. Schädlingskunde,
1956, 29 (9), S. 137-142
[7] Meyer-Waarden, E.F.: Elektrische Sperren zur Bekämpfung von Wollhandkrabben, in:
Der Fischwirt, 1954, (11), S. 331-335
[8] Panning, A.: Die chinesische Wollhandkrabbe. Neue Brehm-Bücherei, 70, Leipzig 1952
[9] Probst, E.: Wollhandkrabbenschrot als Beifutter in der Forellenmast, in: Allg. Fisch.-
Ztg., 1933, 58(7), S.104
[10] Rilov, Gil; Crooks, Jeffrey A (Hrsg.): Biological Invasions in Marine Ecosystems, Ecological,
Management, and Geographic Perspectives; Series: Ecological Studies, Vol. 204,
Berlin Heidelberg 2009
[11] Schiemenz, P.: Über die Wollhandkrabbe und Vorschläge zu deren Massenfang, in:
Mitt. der Fischerei-Ver. Ostausgabe, 1932, 24 (2/3)
[12] Schiemenz F.: Die Vorrichtungen zur Abriegelung des Wollhandkrabbenaufstiegs, in:
Fisch.-Ztg.1935, 38 (28), S. 434-438
[13] Schiemenz, F. & Koethke, H.: Glitschzaun und Fangschlauch, Absperr- und Fangvorrichtung
für Wollhandkrabben im freien Gewässer, in: Zeitschr. für Fischerei 1955, 4 (3),
S. 201-214
[14] Science 3: Vol. 324. no. 5923, pp. 40 - 41, April 2009
[15] http://www.europe-aliens.org/ Stand 19.04.2009
[16] http://www.gollaschconsulting.de/download/Eriocheir.pdf Stand 20.04.2009
[17] http://www.gollaschconsulting.de/download/2003_sg_warnsignale_IN_GERMAN.pdf
Stand 19.04.2009
--Handlungsempfehlung zum Umgang mit Neobioten dargestellt am Beispiel der Wollhandkrabbe--
16
[18] http://www.issg.org/database/species/ecology.asp?fr=1&si=38 Stand 18.04.2009
[19] http://www.issg.org/database/species/reference_files/erisin/Erisin_Financial_
Impacts.pdf Stand 18.04.2009
[20] http://www.nobanis.org/files/factsheets/Eriocheir_sinensis.pdf Stand 18.04.2009
[21] http://www.sdn.yourweb.de/fileadmin/sdn/pdf/themen/nordsee/th_2000-05-
07_hollandinnot.pdf Stand 22.01.2009
[25] http://www.ices.dk/committe/acom/comwork/report/2009/Special%20
Requests/OSPAR%20Non-indigenous%20species.pdf Stand 02.05.2009
Gesprächsnotizen
[22] Chi Ip: „Gespräch mit Chi Ip aus Hong Kong über Facebook", Gesprächsnotiz, Hamburg
2009
[23] Michael Grabow: „Treffen und Gespräch mit Herrn Grabow vom ASV-Overhaken",
Gesprächsnotiz, Hamburg 2009
[24] Frau Trejbal: „Telefonat mit Frau Trejbal vom Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg",
Gesprächsnotiz, Hamburg 2009

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