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Hartwig Hahn ist als Referent für Gewässer des LSFV immer auf der Suche nach neuen Methoden für die Erbrütung von Salmoniden. Für einen Versuch mit dem „Jordan Scotty Salmonid Incubator“  wählte er den neu aus der Verrohrung befreiten Glasbek aus, einen Zulauf der Bünzau, die einige Kilometer weiter in die Stör mündet. Der Glasbek bietet als gerade neu gestaltetes Fließgewässer den Vorteil einer vorbildlichen Austattung mit morphologischen Strukturen sowie  Kies und Steinen und  vermutlich noch nicht eingewanderten Fressfeinden, die die frisch geschlüpften Lachse gefährden könnten. Vorausgegangen war auch eine Kontrolle der chemischen Gewässergüte durch Hartwig Hahn, die aufgrund der geringen Belastung einen Versuch mit den anspruchsvollen Lachseiern aussichtsreich erscheinen ließ.

Der Glasbek - ein wiederauferstandener Bach

der (fast schon s.u.) alles hat was Salmoniden brauchen

Zu wünschen ist dem Glasbek noch viel eigendynamische Entwicklung - die Voraussetzungen sind da - und ein rascher Aufwuchs von Gehölzen, der für eine ausreichende Beschattung dieses potentiellen Salmonidenbachs sorgen kann. Erfreulicherweise wurde das gesamte Gebiet der Renaturierung eingezäunt, so dass hier keine Fraß- oder Trittschäden im und um das Gerinne herum eintreten sollten. 

Im Bruthaus des LSFV werden jedes Jahr tausende von Eiern aus gefangenen Laichfischen abgestreift, befruchtet und erbrütet. Aus diesem Reservoir zur Erhaltung des Bestandes im Stör-System wurden je eine SCOTTY-Salmonidenbox mit 1.250 und eine mit 1.000 Stör-Lachseiern im Augenpunktstadium im Glasbek in der Gemeinde Aukrug-Bargfeld stationiert. Die SCOTTY-Box hat gegenüber anderen Brutboxen den Vorteil, dass sie nicht auf oder in der Gewässersohle angebracht wird, sondern im frei fließenden Wasser. Dort sollten immer angemessene Sauerstoffgehalte sowie eine ausreichende Durchströmung gegeben sein. Die Öffnungen in der Box sind so konstruiert, dass eingedrungene Partikel auf der strömungsabgewandten Seite leicht wieder ausgespült werden können. Verunreinigungen und Verstopfungen haben so wenig Erfolgsaussichten.

Tatkräftig unterstützt wird Hartwig Hahn von Christoph Reill, der auch sehr viel „Freizeit“ im Bruthaus mit Routinearbeiten bei der Reinigung und Pflege des Salmonidennachwuchses verbringt. Zusammen mit Hartwig und Christoph durfte Fischereiberater Martin Purps endlich mal wieder Gummischuhe und einen Teil der Ausrüstung zum Einbau der Boxen tragen.

Gute Erfolgsaussichten: Bei einem Kontrollgang am 25.01.2014 stellten Hartwig und Christoph fest, dass es keine Verstopfungen durch Kraut, Sand oder Sonstiges gibt. Eine Kontrollgruppe von Lachseiern im Bruthaus ist inzwischen ohne Verluste geschlüpft.

Hartwig Hahn und Christoph Reill im Bruthaus

Auswahl und Vorbereitung der Eier

Vorbereitung der Box

Mehr als 999 Lachseier passen da hinein?

 

 

Unterwegs mit Lachseiern

Hier oder doch woanders?

Verankerung tief in der Sohle

Kabelbinder sichern eine dauerhafte Verbindung

 

Noch ein wenig Schutz und Habitat für die Larven und Jungfische

Zwei Wochen später ist alles noch bestens in Ordnung

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