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Schnäpel - Besatz in Nordniedersachsen

Unterstützt vom Angesport-Verband Hamburg e.V. und dem Fischereiamt Hamburg findet in Elbezuflüssen auf der Seite von Niedersachsen jedes Jahr ein Schnäpelbesatz statt. Maßgeblich an dem Besatz beteiligt ist der Dipl.-Biol. Tassilo Jäger-Kleinicke. Weitere Informationen finden sich hier bei Fischschutz: oder bei http//:www.schnaepel.de.


Ein Bericht zum Schnäpelbesatz 2009 von Michael Grabow, Referent für Gewässerfragen, Angelsport-Verband Hamburg.e.V.

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Die einsömmrigen Nordseeschnäpel sind hervorragend in den Gehegen gewachsen. Foto: T. Jäger-Kleinicke

 

 

 

 

 

 

Vor 100 Jahren wurden jährlich noch über 30.000 kg in den Unterläufen vom Rhein, Elbe, Weser, Ems und Eider gefangen. Größere Schnäpelbestände gab es auch in den Küstengewässern der Ostsee, wie in der Schlei, im Greifswalder Bodden und im Mündungsgebiet der Oder. Bis zu den 50er Jahren sind die Be-stände jedoch rapide zurückgegangen oder gar ganz verschwunden. Der Nord-seeschnäpel galt bis vor einigen Jahren in der Bundesrepublik als ausgestor-ben. Einen Restbestand gab es nur noch in der Vidau, einem dänisch-deutschen Grenzfluss. Als Gründe für den Rückgang sind neben der Überfischung hauptsächlich durch Eutrophierung der Gewässer bedingte sauerstofffreie Bodenzonen an den Laichplätzen zu nennen, die die Eientwicklung verhindern. Seit 1987 führten Besatzmaßnahmen zur Wiedereinbürgerung, zunächst in Schleswig-Holstein, dann in Niedersachsen und in Nordrheinwestfalen.

Seit 1997 werden die Elbezuflüsse Seeve, Este, Oste, Luhe und die Aue (Lühe) jährlich mit je 10.000-15.000 Schnäpeln besetzt. So auch in diesem Jahr mit diesmal allerdings ca. 60.000, zwei bis drei cm großen, Setzlingen. In dieser Größe haben die Fische eine Überlebensrate von ca 80%.

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Hans Schwarten beim Streifen eines Nordseeschnäpelrogners im Dezember 2000.

Foto: T. Jäger-Kleinicke

 

 

 

 

 

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Besatz von ca. 10.000 Nordseeschnäpeln in die Este.

Mit freundlicher Genehmigung von H. Juhnke, Buxtehude ASV Scheeben Wind

 

 

 

 

 

 

 

Eine Bitte von Helmut Juhnke besonders an alle Esteangler:

Wenn Sie meinen in der Este eine Nase gefangen zu haben, schauen Sie bitte mal hier auf der Homepage von Tassilo Jäger-Kleinicke nach, vielleicht war es ja ein Schnäpel. Sollte es so gewesen sein, bitte eine Nachricht an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, möglichst mit Foto.

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Besatz 2009 durch Uwe Wieschowski, Gewässerwart ASV Harburg-Willhelmsburg an der Seeve, Fachenfelder Brücke. Angleichen der Wassertemperatur und ab in die Freiheit. Wir wünschen Euch auf dem Weg zur Arterhaltung und Vermehrung alles Gute!

Foto: Birgit Grabow





 

 

Diese Bitte sollten auch die Angler an den anderen vier Gewässern unterstützen und mir (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) ebenfalls parallel zu den Vereingewässerwarten entsprechende Fänge melden.

Der Nordseeschnäpel ist in die Bundesartenschutzverordnung aufgenommen worden und damit ebenso wie in Dänemark ganzjährig geschützt. Er steht zudem auf Anhang 2 der FFH Richtlinie als prioritäre Art.

Die Besatzmaßnahmen werden von Niedersächsischen- und Hamburger Angelvereinen durchgeführt und fachlich begleitet. Die Finanzierung erfolgt über den ASV Hamburg e.V. mit Mitteln aus der Fischereiabgabe.

© ASV Hamburg e.V., Michael Grabow, Referent für Gewässerfragen

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